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Bereits beim Kennenlernen und dem anschließenden Theorieteil am Freitag Abend stellte sich schnell heraus, dass alle Teilnehmer in den kommenden beiden Tagen hilfreiche Tipps aber auch viel Arbeit erwarten würde. Denn Ziel sollte es sein, den Hund positiv so zu motivieren, damit er im Sport gerne sein bestes gibt. Dies gelingt nur, wenn der Mensch klare Signale gibt und so für seinen vierbeinigen Freund verständlich ist. Doch vor allem bei Stress- und Turniersituationen erkennt der Hund sein Herrchen oder Frauchen oft nicht wieder. Er sieht nur einen „Alien“ am anderen Ende der Leine, der aufgrund seiner Nervosität eine fremde Sprache zu sprechen scheint. Das Bewusstsein für die eigenen „Undurchschaubarkeit“ war bereits der erste Schritt weg vom Aliendasein.
Mit individuellem Training zum perfekten Fuß
Die Aufgaben waren klar: Dem Hund sollte Schritt für Schritt die korrekte Position am Fuß sowie die Bedeutung der wichtigsten Kommandos vermittelt werden. Dann kann der Hundesportler schnell seine Ausbildungshilfen in Form von zusätzlichen Sichtzeichen abbauen und läuft nicht mehr Gefahr, diese in Stresssituationen falsch anzuwenden. Bereits am Samstag Morgen stellte sich heraus, dass sich der Ausbildungsstand der einzelnen Teilnehmer stark unterschied. Doch für die erfahrene Seminarleiterin war das kein Problem. Individuell und mit viel Fingerspitzengefühl ging sie sowohl auf die verschiedenen Charaktere als auch Bedürfnisse der jeweiligen Mensch-Hund-Teams ein.
Schnell kam es bei vielen der in zwei Gruppen arbeitenden Teilnehmern zu ersten kleinen Erfolgserlebnissen. Trotz der deutlichen Wetterverschlechterung am Nachmittag inklusive mehrere Gewitter und Platzregen hielten sowohl die aktiven als auch die zusehenden Teilnehmer bis zum Schluss durch.
Mit der Stimme zuerst: Punktgenaue Belohnung
Auch am Sonntag Morgen ließ sich niemand von den deutlich kälteren Temperaturen und dem nach wie vor sehr durchwachsenen Wetter abschrecken. Konzentriert lauschten alle den Anweisungen und Tipps von Sabine Witfeld, die in ihrer unnachahmlichen Art ihre Kritik zwar sehr direkt aber immer auch mit viel Humor an die ausschließlich weiblichen Teilnehmer brachte. Diese lernten auch, dass sie ihren Hund zum Mitdenken animieren und punktgenau belohnen sollten. Das wichtigste Instrument sowohl bei der Bestätigung als auch bei den Kommandos ist die Stimme. Diese hätte man immer dabei und könne sie auch entsprechend der Situation und den Anforderungen modulieren, so Witfeld.
Nach zweieinhalb anstrengend Tagen mit interessanten Anekdoten, manchem Gelächter, zahlreichen Erfolgsmomenten und vielen neuen Ideen für die Hundeführer ging Sonntag Abend das Seminar mit der Feedbackrunde zu ende. Kerstin Kessler, Trainerin im HSV Baden-Baden-Steinbach und Organisatorin des Seminars, dankte Sabine Witfeld für ihr Kommen und ihr Engagement. Die Teilnehmer einigten sich darauf, die Seminarleiterin im kommenden Jahr wieder einzuladen, damit sie die Fortschritte beurteilt und alle an der weiteren Perfektion arbeiten können.
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